Die Nördlinger Hütte
Die Nördlingen Hütte liegt auf 2230 Metern am Fuße der Reiter Spitze und ist für viele der Startpunkt in den Karwendelhöhenweg. Berühmt ist auch der Kaiserschmarrn. Deshalb wollten wir unbedingt hin, denn die Hütte wird im September für 2 Jahre wegen Umbaumaßnahmen geschlossen.
Auf der Fahrt nach Reith in Seefeld merkten wir, dass wir zwei unterschiedliche Strategien hatten, um auf die Nördlinger Hütte zu kommen.
Moni bevorzugte die Variante mit der Seilbahn bis zum Seefelder Joch hoch zu fahren und dann über die Seefeld- und anschließend die Reiter Spitze zur Hütte zu gehen.
Ich, weil hinweise wie Seilsicherung,Steigleitern und nur für geübte, direkt mein Kopfkino in Schwung bringt, war Fan der behutsameren Tour über Reith in Seefeld. Moni fand aber die Anmerkung "Aufstieg insgesamt 1200 Meter" allerdings etwas ernüchternd.
Wir sind über Reith aufgestiegen. Oben angekommen, gabs erst mal Speckknödelsuppe und dann genossen wir den Kaiserschmarrn.
Den Abstieg über den Kuntersteig ließen wir aus und nahmen den direkten Steig runter nach Seefeld. Der war so steil, das wir locker Monis Routenvorschlag hätten gehen können.
Weil unsere Knie kurz vorm platzen waren, machten wir Pause auf der Reiterbergalm und schauten uns bei munterer Hüttenmusikbegleitung vergnügt die anderen Wanderer an.
Zu Besuch bei Nicole
Wir fuhren mit der Bahn nach Westendorf, dass in der Nähe von Kitzbühl liegt. Nicole holte uns vom Bahnhof ab. Wir waren bei ihren Eltern zum Mittagessen eingeladen. Willi und Helene. Da beide mal ein Restaurant in Stuttgart führten, war das Essen wunderbar.
Anschließend fuhren wir zum Sonnenberg, spazierten zum Brantlalmsee und schlenderten dann zum Filzalmsee rüber. Helene trafen wir dann im Berggasthof Nieding zum Kaiserschmarrn und Obstler. Nicole wollte uns unbedingt noch den Wilden Kaiser zeigen. Deshalb fuhren wir rauf zum Seidelalm Parkplatz. Die Seidelalm hat uns mit einem wunderschönen Blick auf den Wilden Kaiser beschenkt. Der seinen Namen alle Ehre macht.
Ich kann mir gut vorstellen, dass wir ihn mal besuchen werden. Steigleiter und Seilversicherung hin oder her.
Entlang der 218
Zum Abschluss besuchten wir die Rumer Alm (geschlossen) und gingen dann rüber zur Thaurer Alm. Schöne Strecke. Bei dem sonnigen Wetter war allerdings die Querung an der Kesselreise, wie ein Spaziergang durch den Backofen.
Die Thaurer Alm lohnt jeden Besuch, weil man dort ausgezeichnet essen kann.
Ursprünglich wollten wir zur Kaisersäule raufgehen. Fanden die Aussicht von der Alm auf die Säule aber so langweilig, dass wir den Tagesplan änderten und rüber zur Arzler Alm gingen.
Wir wählten dazu den Weg über den Lackensteig. Der sich als wahres Kleinod entpuppte und ziemlich abwechslungsreich zum Ziel führte.
In Innsbruck gönnten wir uns in der Schnitzelei, wir wollten keinen Schritt mehr zu viel machen, ebendieses und tranken Bier dazu.